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Hoeneß zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt

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Uli Hoeneß ist zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verur­teilt worden. Das Landge­richt München sprach den Präsi­denten des FC Bayern München am Donnerstag wegen Steuer­hin­ter­zie­hung in sieben Fallen schuldig. Staats­an­walt­schaft hatte 5,5 Jahre gefor­dertDie Staats­an­walt­schaft hatte wegen eines beson­ders schweren Falls von Steuer­hin­ter­zie­hung für eine Haft von fünf Jahren und sechs Monaten plädiert. Die Anklage forderte höchs­tens eine Bewäh­rungs­strafe, sollte das Gericht die Selbst­an­zeige als unwirksam erachten. Beide Parteien können in Revision gehen, nächste Instanz ist der Bundes­ge­richtshof in Karls­ruhe. In ihrer Anklage war die Staats­an­walt­schaft noch von 3,5 Millionen Euro hinter­zo­genen Steuern ausge­gangen. Im Laufe der ersten drei Prozess­tage verviel­fachte sich diese Summe auf 27,2 Millionen Euro.Verstei­nerte MieneHoeneß' Hoffnung, den Saal 134 im Münchner Justiz­pa­last doch noch als freier Mann verlassen zu können, erfüllte sich nicht. Als Richter Rupert Heindl um 14.07 Uhr das Urteil verkün­dete, zuckten seine Mundwinkel. Seine Ehefrau Susi litt im Zuschau­er­be­reich mit und war nach dem Richter­spruch völlig erstarrt.