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Höchststrafe für Syrer nach islamistischer Messerattacke in Dresden

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Nach der tödlichen Messerattacke auf zwei Touristen in Dresden ist ein 21-Jähriger zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Oberlandesgericht Dresden sprach den Syrer, der als islamistischer Gefährder gilt, am Freitag unter anderem wegen Mordes schuldig und stellte die besondere Schwere der Schuld fest.

Der 21-Jährige soll die Männer aus Nordrhein-Westfalen wegen seiner radikal-islamistischen Gesinnung am 4. Oktober 2020  in der Dresdner Altstadt von hinten niedergestochen haben. Ein 55-Jähriger starb, sein Lebenspartner überlebte nur knapp.

Der Syrer war 2015 als minderjähriger Flüchtling nach Deutschland gekommen. Wegen Propaganda für das Terrornetzwerk Islamischer Staat (IS) wurde er 2018 zu einer Jugendstrafe verurteilt, die nach Attacken auf Vollzugsbeamte verschärft wurde.

Ende September 2020 wurde er unter strengen Auflagen entlassen. Nach der Bluttat fünf Tage später konnte er zunächst unerkannt entkommen. Knapp drei Wochen später wurde er gefasst.