Hochwasseropfer wollen Stadt verklagen
Nach dem verheerenden Hochwasser stehen viele Betroffene vorm dem finanziellen Ruin. Die meisten Versicherungen hatten ihre Verträge mit den Opfern der Jahrhundertflut bereits 2002 gekündigt. Inzwischen wollen die ersten Anwohner die Stadt verklagen. Sie seien nicht vor den Wassermassen gewarnt worden, und hätten deshalb ihr Hab und Gut verloren. Bei einem Besuch in Harthau musste sich Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig viele empörte Stimmen anhören. Die Feuerwehr war bereits am Freitag vor dem Hochwasser gewarnt worden - Alarm wurde erst am Samstagmorgen ausgelöst.Nach der Flut 2002 war die frühzeitige Information der Bevölkerung angemahnt worden. In einem Schreiben der Stadt hieß es damals: "Zur Gefahrenabwehr wurde für Chemnitz ein Hochwasserschutzplan aufgestellt und ein Wasserwehrdienst eingerichtet. Damit sind die erforderlichen personellen, sachlichen und organisatorischen Maßnahmen für die Gefahrenabwehr getroffen. Dieser Dienst gewährleistet die direkte Aufklärung über Gefahren für die Bevölkerung, warnt rechtzeitig und sorgt für die Bereitstellung notwendiger technischer Mittel zur Hochwasserbekämpfung."