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Hochwasserlage in Chemnitz entspannt sich

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Die Hochwas­ser­lage in unserer Stadt entspannt sich langsam. Die Pegel der Chemnitz, Zwönitz und Würschnitz gingen in der Nacht weiter zurück. Die Chemnitz hatte gestern in der Innen­stadt ihren Höchst­stand bei 3,55 Meter erreicht. Zahlreiche Straßen und Häuser sind noch immer überflutet - beson­ders kritisch ist es in Altchem­nitz und Harthau. Im benach­barten Neukir­chen sind drei Todes­opfer zu beklagen. Die Feuer­wehr fand gestern beim Auspumpen eines Kellers die Leichen dreier Rentner. Es handelt sich um eine 72-jährige Frau, deren 74-jährigen Ehemann sowie einen 63 Jahre alten Mann, sagte uns Polizei­spre­cher Frank Fischer. Sie wollten Gegen­stände aus dem Keller bergen und waren dabei von den Wasser­massen überrascht worden. Alle drei ertranken. Durch das Hochwasser ist auch die für dieses Wochen­ende geplante Wieder­er­öff­nung des Stadt­bades sprich­wört­lich ins Wasser gefallen. In das erst frisch sanierte Gebäude war Wasser aus der Chemnitz einge­drungen, sagte uns Bäder­chef Tobias Stoppat. Der Keller und die Technik­räume standen unter Wasser. Ebenfalls abgesagt wurde das für heute geplante Behör­den­fest im Wasser­schloß Klaffen­bach. Die Anlage war auch überflutet worden. Feuer­wehr und Polizei sind auch heute wieder im Dauer­ein­satz. Welchen Schaden das Hochwasser angerichtet hat, ist derzeit noch nicht absehbar.