Hochhaus-Brandstifter droht dauerhafte Sicherungsverwahrung
Mit ersten Zeugenvernehmungen hat am Landgericht der Prozeß gegen den Hochhaus-Brandstifter vom Falkeplatz begonnen. Zum Auftakt sagte die Betreuerin des Angeklagten aus. Die Frau hatte sich zuletzt nicht einmal mehr in die Wohnung des geistig gestörten Mannes getraut. Der 32-Jährige sei immer aggressiver geworden, berichtete die Frau, weil er seine Medikamente nicht nahm. Auch die eigenen Eltern hatten Angst vor ihm. Die Mutter hatte er angegriffen und gewürgt, weil er Geld von ihr wollte. Nur der Vater hatte zuletzt noch Kontakt mit seinem Sohn.Im Dezember letzten Jahres soll dieser seine völlig verwahrloste Wohnung in dem Plattenbau am Falkeplatz in Brand gesteckt haben. Laut Anklage zündete er Müll und Zeitungen an, es gab mehrere Feuerstellen in der Wohnung. Durch die enorme Hitze entstanden Risse im Beton, die Wohnung wurde durch den Brand unbewohnbar, auch umliegende Wohnungen wurden in Mitleidenschaft gezogen. Es entstand ein Schaden von 100.000 Euro. Weil der 32-jährige schuldunfähig ist, wird er wahrscheinlich dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht. Laut Staatsanwalt ist der geistig gestörte Mann allgemeingefährlich. Von ihm seien weitere derartige Taten zu erwarten. Der Prozeß am Landgericht geht Anfang Juni weiter.