Hitler-Bild auf Wade tätowiert und gezeigt - 6 Monate Haft

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Er hat ein tätowiertes Hitlerbild auf seiner Wade offen gezeigt. Ein 31-jähriger Mann aus Dohna bei Dresden ist dafür heute vom Amtsgericht Bautzen zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der arbeitslose Umzugshelfer war im vergangenen Sommerin kurzer Hose mit seiner Familie im Saurierpark Kleinwelka unterwegs. Ein anderer Besucher sah die Tätowierung und zeigte ihn an.

Der Angeklagte behauptete, er habe das Tattoo zuvor abgeklebt, es sei aber abgefallen, was er nicht gemerkt habe. Das glaubte ihm der Richter nicht und sagte: „Wir wollen keine Hitler in der Öffentlichkeit“. Reue wäre gewesen, wenn sich der Angeklagte das ganze Tattoo hätte wegmachen lassen.   Stattdessen ließ er sich inzwischen einen Balken über das Gesicht stechen.

Der Staatsanwalt hatte sieben Monate Haft für den zwölfmal vorbestraften gelernten Maler gefordert (davon zweimal einschlägig und mehrmals wegen Schwarzfahrens). Bewährung könnte er als Freispruch empfinden, so seine Begründung.  Dagegen hatte der Verteidiger Freispruch beantragt. Er ging nicht davon aus, dass sein Mandant vorsätzlich gehandelt hat.  

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.