++ EIL ++

Historische Technik der Schmidt-Rottluff-Mühle ist saniert

Zuletzt aktualisiert:

In der Schmidt-Rottluff Mühle an der Limbacher Straße läuft wieder die historische Technik. Die Sanierung durch den Förderverein ist abgeschlossen, 130.000 Euro wurden in das Denkmal investiert. Ein Mühlenbauer aus Mulda hat die Anlage über alle drei Etagen gesäubert, instandgesetzt und wieder zum Laufen gebracht. Bei der Finanzierung halfen Stadt, Land, Bund und viele Spenden.

Zugleich laufen in dem Gebäude weitere Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten. Das betrifft den ehemaligen Wohnbereich der Familie Schmidt. Dazu gehören u.a. Sanitär.- und Elektroanlagen, Fußböden und Heizung.

In der Mühle verbrachte der weltbekannte Expressionist Karl-Schmidt Rottluff seine Kindheit und Jugend. Der Förderverein will das Haus als Begegnungsstätte wiederbeleben. Auch ein kleines Musuem ist geplant. Ein richtiger Mahlbetrieb ist allerdings nicht wieder geplant. Die historische Technik soll vielmehr das damalige Lebensumfeld von Karl Schmidt veranschaulichen.

Der Mühlenstandort im heutigen Chemnitzer Stadtteil Rottluff ist urkundlich seit 1548 belegbar. 1883 erwarb Mühlenwerksführer Friedrich August Schmidt das Grundstück. Hier wurde am 01.12.1884 sein Sohn Karl geboren. Dieser wird unter dem Namen Karl Schmidt-Rottluff weltweit bekannt. Karl wohnte von 1894 bis 1905 im Elternhaus, bevor er nach Dresden ging, wo er zum Mitbegründer der Künstlergemeinschaft „Brücke“ wurde.

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude stand seit 1976 leer. Nach der Wende wurde es von der Stadt Chemnitz äußerlich saniert. Seit 2015 kümmert sich der Förderverein Karl Schmidt-Rottluff Chemnitz e.V. um die Wiederbelebung.