Historische Holzkirche soll bis September wieder stehen
Der Wiederaufbau der historischen Holzkirche am Kappelbach geht planmäßig voran. Die einzelnen Teile werden von sechs Zimmerleuten auf dem Gelände der ehemaligen Leuchtenfabrik oberhalb der Zwickauer Straße zusammengesetzt, momentan bereiten sie die Unterkonstruktion für das Dach vor.Bis September soll die entwidmete Kapelle der Dreieinigkeitsgemeinde wieder stehen und später auch für Besucher zugänglich sein- allerdings als Kneipe. Bei den Chemnitzern stößt das Projekt von Investor Jörg Mierbach auf positive Resonanz: täglich kommen Schaulustige vorbei und beobachten den Fortgang der Arbeiten.Die Holzkirche stand früher an der Ecke Kaßbergstraße/Weststraße und diente der Dreieinigkeitsgemeinde jahrzehntelang als Notkirche. Die Steinkirche der Gemeinde war am 5. März 1945 von den Amerikanern zerbomt worden, als Wiedergutmachung kam die Fertigteilkirche aus den USA nach Chemnitz.Bis zur Einweihung der neuen Kirche 1979 wurden in dem Holzhaus Gottesdienste abgehalten. Danach wurde sie entwidmet und stand lange Zeit leer. Für Denkmalpfleger hat die knapp 160 Quadratmeter große Kapelle stadtgeschichtlich und baukünstlerisch einen hohen Wert. Deshalb wurde sie 2001 in die Liste der Kulturdenkmäler in Sachsen aufgenommen. Dennoch durfte sie 2009 abgetragen werden.Jetzt soll die Kirche auf dem Gelände der ehemaligen Leuchtenfabrik zwischen Zwickauer Straße und Ahornstraße einen neuen Platz finden. Dort ist in den vergangenen Jahren aus den ehemaligen Ruinen inzwischen ein neues Fahrradgeschäft entstanden. Der Chef von „Little John Bikes“, Torsten Hahn, freut sich auf die Biker-Kirche: „Wenn unser Verkehrsgarten am Kappelbach fertig ist, können die Kids dort in Ruhe ihre Runde drehen, während sich die Eltern im Biergarten vor der Kapelle ein Radler gönnen.“ Derzeit wird das Gelände oberhalb des Kappelbachs für den Rundkurs vorbereitet. Es soll parallel mit der Eröffnung der Kirche freigegeben werden.