- In Chemnitz-Altendorf wurde die neue Brücke über den Pleißenbach eingesetzt. Sie ist 15 Meter lang und soll Ende Oktober eröffnet werden.
Hier schwebt die neue Pleißenbach-Brücke ein
Da hängt sie über dem Pleißenbach. Mehrere Meter Beton schweben am Kran über dem frisch gestalteten Bachbett. Arbeiter stehen auf den Widerlagern und am Ufer, bugsieren die Konstruktion mit Seilen in Position. In Altendorf ist heute die neue Brücke „Am Stadtgut“ eingesetzt worden.
Schwerlasttransport aus Cuxhaven
Die rund 15 Meter lange und vier Meter breite Betonbrücke wurde in einem Werk in Cuxhaven gefertigt. In der Nacht zum Dienstag kam das mehrere Tonnen schwere Bauteil per Schwerlasttransport nach Chemnitz. Gegen 7 Uhr begann der Einhub. Ein Mobilkran hobt die Brücke vom Transporter, setzte sie auf die vorbereiteten Widerlager und brachte sie in ihre endgültige Position. Dann folgt die Endmontage.
Die neue Querung verbindet künftig wieder die Limbacher Straße mit dem Wegenetz im Park am Pleißenbach und damit dem Bereich am ehemaligen Güterbahnhof. Sie schließt zugleich eine wichtige Verbindung zwischen dem Flemminggebiet und dem südlichen Altendorf.
Alte Brücke stammte von 1915
Die bisherige Brücke wurde bereits im Februar abgerissen. Sie stammte aus dem Jahr 1915 und war stark sanierungsbedürftig. Bei der letzten Bauwerksprüfung 2017 bekam sie die Zustandsnote 3,9. Zudem passte die alte Querung nicht mehr zum neuen Verlauf des Pleißenbachs. Im Zuge der Renaturierung wurde der Bach aufgeweitet, sein Verlauf verändert und das Gewässer ökologisch aufgewertet. Deshalb musste auch die Brücke angepasst werden.
Eröffnung Ende Oktober geplant
Bis zur Freigabe bleibt noch einiges zu tun. Die Straße „Am Stadtgut“ muss angeschlossen werden, ebenso das Wegenetz im Park. Dazu kommen Restarbeiten an der Brücke und auf den umliegenden Flächen. Die Eröffnung ist für den 30. Oktober 2026 geplant.
Die gesamte Baumaßnahme kostet rund 1,25 Millionen Euro. Brücke und Freianlage werden zu 66 Prozent aus der Städtebauförderung finanziert. Für die Arbeiten am Pleißenbach kommen 90 Prozent der Mittel aus der Richtlinie Gewässer/Hochwasserschutz.
