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Heftiger Gegenwind für neue Stadionpläne

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Nach der CFC-Insolvenz steht auch das neugebaute Stadion an der Gellertstraße vor einer ungewissen Zukunft. Die Pläne, wonach die kommunale GGG als Pächter einspringen soll, stoßen bei vielen Chemnitzer Stadträten auf Skepsis und auch auf Ablehnung. Petra Zais von den Grünen zum Beispiel befürchtet, dass jetzt auch die Mieter der GGG an dem Dilemma beteiligt werden. "Das Debakel rund um das Stadion wird immer offensichtlicher" sagte Zais unserem Sender.

CDU-Fraktionschef Tino Fritzsche warnte davor, die Pläne der Oberbürgermeisterin einfach durchzuwinken. "Wir werden uns diese Entscheidung nicht leicht machen" so Fritzsche. "Das wird kein Durchläufer." Und bei der SPD würden einige Stadträte das Stadion zur Not auch leer stehen lassen, wenn der Pachtvertrag mit dem CFC gekündigt wird.

"Das sehen aber natürlich nicht alle Stadträte so" sagte uns Fraktionschef Detlef Müller. "Wir sind da nicht einheitlich unterwegs." Das Thema Pachtvertrag sei heikel und müsse unbedingt noch ausführlich diskutiert werden. "Wir dürfen uns von der Verwaltung aber auch nicht die Pistole auf die Brust setzen lassen" so Müller weiter.

Nach der Insolvenz von Fußball-Drittligaabsteiger Chemnitzer FC soll der erst vor zwei Jahren geschlossene Stadion-Pachtvertrag mit der Stadt Chemnitz beendet werden. Die Stadtverordneten sollen darüber auf ihrer Sitzung am 20. Juni entscheiden.

Der CFC hatte als Pächter der Arena bisher jährlich 180.000 Euro an die Stadt gezahlt. Dazu kamen rund 500.000 Euro jährlich an Betriebskosten. Nach dem Plan der Oberbürgermeisterin könnte der CFC in der Regionalliga das Stadion vom neuen Pächter, der kommunalen GGG, bei Heimspielen mieten. Die Kosten sollen sich dabei zwischen 4.000 und 6.000 Euro bewegen. Dadurch würden sich die finanziellen Belastungen für den CFC reduzieren.

 Der CFC hatte Mitte April wegen Verbindlichkeiten von mehr als 2,5 Millionen Euro die Insolvenz eingereicht und war in die 4. Liga abgestiegen.