• Zwischen Stollberg und Chemnitz brauchten Autofahrer am Mittwochmorgen viel Geduld. Foto: Andre März

Heftige Schneefälle sorgen für Probleme

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Anhaltendend starker Schneefall und Glätte haben am Mittwoch auf den Straßen in und um Chemnitz für erhebliche Behinderungen gesorgt. Vor allem auf den Autobahnen rund um Chemnitz ging es nur schleppend voran. Die größten Probleme gab es am Mittwochmorgen auf der A72. Zwischen Stollberg und Chemnitz hatte es einen Unfall mit mehreren Fahrzeugen gegeben. Es kam zu Verkehrschaos. Auf der A4 blockierten am Mittwochmorgen bei Eisglätte mehrere liegengebliebene Laster zwischen Hainichen und Wüstenbrand den Verkehr. Es ging den ganzen Tag nur schleppend voran.

Im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz gab es bis zum Mittag rund 130 Unfälle, dabei blieb es fast ausschließlich bei Blechschäden. Bei fünf Unfällen gab es Leichtverletzte. Es krachte unter anderem auf der s 258 zwischen Zwönitz und Geyer, auf der B174 und zwischen Flöha und Augustusburg.  

In Chemnitz war der Winterdienst seit Mittwochmorgen mit 17 Großräumfahrzeugen im Dauereinsatz. Dabei konnte allerdings nur das Hauptstraßennetz frei gehalten werden. Die Nebenstraßen müssen warten. Auch am Donnerstag und am Freitag will der Winterdienst mit voller Kapazität rund um die Uhr im Drei-Schicht-System fahren. Der ASR wird dabei auch von Fremdfirmen unterstützt.  

Die Behörden warnen unterdessen vor Schneebruch. Durch den starken Schneefall können Äste von Bäumen abbrechen und auf die Straßen stürzen. Spaziergänge in Wäldern sollten deshalb nicht unternommen werden.  

Auch im Erzgebirge ist Vorsicht geboten. Dort wurden zahlrieche Straße wegen Verwehungen gesperrt. Der Wald in Annaberg-Buchholz wurde wegen Schneebruch komplett gesperrt. Zahlreiche Bäume sind bereits umgestürzt, weitere Schäden werden erwartet, teilte die Stadt mit. Wie es hieß, betrifft das unter anderem das Pöhlberggebiet, den Buchholzer Wald, das Mühlholz in Frohnau sowie den Ratswald zwischen der Gaststätte „Brettmühle“ und der tschechischen Grenze. Der Grenzübergang in Oberwiesenthal wurde am Mittwochvormittag wegen Schneeverwehungen auf tschechischer Seite gesperrt.

In Fürstenau im Osterzgebirge wurde am Mittwoch ein 62-Jähriger tot in seinem Auto entdeckt. Nach Angaben der Polizei hatte der Mann gesundheitliche Probleme und starb hinterm Steuer. Daraufhin kam er von der Straße ab. Medienberichten zufolge steckte der Wagen in einer Schneewehe fest. Ersthelfer konnten deshalb die Wagentür nicht öffnen und mussten die Feuerwehr alarmieren.