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Heckert-Gebiet wird 45 Jahre alt

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Vor 45 Jahren ist in Chemnitz mit dem Bau des Heckert-Gebiets begonnen worden. Am 5. Oktober 1974 wurde der Grundstein gelegt, er ist heute noch vorm Finanzamt an der Paul-Bertz-Straße zu sehen. Benannt nach dem KPD-Politiker Fritz Heckert, war es mit mehr als 30.000 Wohnungen das drittgrößte Neubaugebiet der DDR.

Es war das größte Wohnungsbauprogramm im damaligen Karl-Marx-Stadt und erstreckte sich über acht Baugebiete, von Kappel bis fast nach Neukirchen. Die Plattenbauten waren beliebt, denn es gab Fernheizung und ein WC innerhalb der eigenen vier Wände. Das war damals nicht selbstverständlich. Viele der Plattenbauten stehen noch heute, der Großteil wurde saniert.

Nach der Wende wurden aber auch viele Straßenzüge komplett abgerissen, denn die Wohnungen standen leer, weil viele Chemnitzer das Heckert-Gebiet und auch die Stadt verlassen hatten. Der Name „Fritz-Heckert-Gebiet“ wurde inzwischen durch die ursprünglichen Stadtteile ersetzt. Allerdings wird der Begriff bei vielen Chemnitzern noch heute umgangssprachlich verwendet.