Halbzeit beim Umbau der Chemnitzer Aktienspinnerei
Beim Umbau der Alten Aktienspinnerei ist die erste Hälfte des Projekts geschafft. Zwei Jahre wird bereits an dem historischen Gebäude gewerkelt, im Sommer 2019 soll dort die Zentralbibliothek der Uni einziehen. Der Innenausbau hat jetzt begonnen, zuvor mussten noch 330 originalgetreu nachgestaltete Fenster eingepasst werden. Rund 50 Millionen Euro investiert der Freistaat in das ehemalige Fabrikgebäude. Laut Finanzminister Georg Unland liegt das Budget im geplanten Rahmen. In der Alten Aktienspinnerei werden die Bibliotheken der TU aus verschiedenen Standorten zusammengeführt. Auf mehr als 12.300 Quadratmetern werden künftig rund 1,45 Millionen Bände untergebracht. Insgesamt stehen dann 710 Arbeits- und Leseplätze zur Verfügung. In der Bibliothek werden laut Finanzminister Unland 70 Mitarbeiter beschäftigt sein. In dem Gebäude betrieb eine Aktiengesellschaft bis 1914 die größte Spinnerei Europas. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bau stark zerstört. Später war er unter anderem Provisorium für das Opernhaus, ein Kaufhaus, Stadtbücherei, Büro, Puppentheater und Galerie. Der für Chemnitz wichtige ehemalige Industriebau soll in den ursprünglichen Abmessungen sowie mit der historischen Fassade wieder hergestellt werden. Die Stadt Chemnitz erhofft sich von der neuen Bibliothek eine Belebung des angrenzenden Brühl-Stadtviertels.