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Grundsteinlegung für neues Kraftwerk in Chemnitz

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Chemnitz bekommt ein neues Heizkraftwerk. Für den Komplex hat der Energieversorger eins am Donnerstag den Grundstein gelegt. Gebaut wird auf dem Gelände an der Blankenburgstraße, direkt neben dem bunten Schornstein. Das Heizkraftwerk soll Strom und Wärme erzeugen, betrieben wird es mit Erdgas. Gegenüber der bisherigen Technik will der Energieversorger so den C02-Ausstoß um rund 60 Prozent senken. Damit soll der Ausstieg aus der Braunkohle weiter vorangetrieben werden.

Im dritten Quartal 2022 soll das neue Motorenheizkraftwerk in Betrieb gehen. Die Corona-Krise verzögert allerdings das Bauprojekt, sagte uns eins-Geschäftsführer Roland Warner. „Es ist hauptsächlich deshalb in Verzug geraten, weil der Motorenhersteller MAN Lieferschwierigkeiten hat“. MAN soll die sieben riesigen Motoren, die jeweils 14 Meter lang sind und 145 Tonnen wiegen, für das Chemnitzer Kraftwerk bauen. Lieferfristen sind hier wie üblich vertraglich geregelt.

Der Energieversorger eins wiederum hat eine Frist vom Gesetzgeber vorgegeben, bis zu deren Ablauf das Kraftwerk in Betrieb genommen werden muss. „Mit der Verzögerung sind auch wirtschaftliche Risiken für uns verbunden, deshalb versuchen wir jetzt, diese Frist coronabedingt nach hinten zu verschieben“, erklärt Roland Warner. Es gebe dazu auch bereits positive Signale aus der Politik. 

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eins-Geschäftsführer Roland Warner