Grünes Licht für Stadion-Umbau
Der Streit um den Umbau des CFC-Stadions ist beigelegt. Nach Angaben von Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig hat sich die Stadt mit der Landesdirektion auf ein neues Finanzierungsmodell geeinigt. Demnach werde Chemnitz anstelle der städtischen Wohnungsgesellschaft GGG Bauherr des Projekts. An der Höhe der auf 25 Millionen Euro veranschlagten Kosten ändere sich dadurch nichts, sagte Ludwig am Donnerstag. Der Stadtrat solle am 14. November einen entsprechenden Nachtragshaushalt verabschieden. Der CFC darf nur aufgrund einer Ausnahmegenehmigung des DFB seine Ligaspiele im Stadion an der Gellertstraße austragen. Diese läuft im nächsten Jahr aus. In der vergangenen Woche hatte die Landesdirektion die Genehmigung noch verweigert. Sie sah einen Verstoß gegen das europäische Vergaberecht. Am Gespräch zwischen Kommunalaufsicht und Stadt am Donnerstag nahm auch Innenstaatssekretär Michael Wilhelm teil. Sein Minister Markus Ulbig sprach anschließend von einem „Sieg für den Fußball in Chemnitz“. Mit der nun gefundenen Lösung werde es keine weitere Zeitverzögerung geben.Einen Fertigstellungstermin nannte Ludwig noch nicht, stellte ihn aber für nächste Woche in Aussicht. „Von der finanziellen Belastung her besteht für die Stadt kein Unterschied“, betonte die Oberbürgermeisterin. Nach dem GGG-Modell hätte die Stadt viele Jahre lang bis zu zwei Millionen Euro an die kommunale Wohnungsgesellschaft zahlen sollen, nun nimmt sie den Kredit selbst auf. Mit dem neuen Stadion wird der Drittligist sogar zweitligatauglich: Die Arena soll 9.000 Sitz- und 6.000 Stehplätze haben. Der Stadtrat hatte sich bereits zweimal für den Stadionneubau entschieden. Schon das erste Votum im Oktober 2011 war von der Landesdirektion gekippt worden: Sie hatte die Live-Übertragung der Debatte auf den mit CFC-Anhängern gefüllten Marktplatz moniert und zudem einer Beschwerde der Piratenpartei stattgegeben. Die hatte die Befangenheit zweier Stadträte moniert, die zugleich im Aufsichtsrat des Chemnitzer FC sitzen. Deshalb wurde die Abstimmung im November 2011 ohne Aussprache wiederholt. Damals stimmten 33 Räte mit Ja, 21 waren dagegen.