Grünes Licht für Rettung des Sportforums
Der Stadtrat hat das Rettungskonzept für das Sportform auf den Weg gebracht. Das Papier wurde auf der Sitzung am Mittwochabend mit großer Mehrheit abgesegnet, Sportamtschef Thomas Meyer reagierte danach erleichtert. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig bezeichnete das Konzept als gute Grundlage für weitere Planungen, sprach aber auch von einem großen Kraftakt. Die vom Verfall bedrohte Anlage soll ab 2015 Schritt für Schritt auf Vordermann gebracht werden - Voraussetzung, das Geld dafür ist da. Als erstes ist eine neue Halle für die Kunstturner geplant. In der jetzigen Halle herrscht akuter Platzmangel, die vielen Geräte stehen viel zu eng beieinander. Die Turner trainieren deshalb sozusagen mit „angezogener Handbremse“. Im Hauptstadion sollen die gesperrten Zuschauerränge und Traversen teilweise zurückgebaut werden. Ziel ist eine Zuschauerkapazität von nur noch 4.000 Zuschauern. Den Wall will die Stadt größtenteils erhalten, um dort bei Wettkämpfen mobile Zuschauertribünen für bis zu 4.000 Gäste aufstellen zu können. Für den alten Marathonturm, der inzwischen gesichert werden musste, gibt es dagegen keine Zukunft mehr: die Stadt will das Wahrzeichen des Sportforums abreißen lassen. Eine Sanierung würde 2,3 Millionen Euro kosten, sagte uns Sportamtschef Thomas Meyer. Diese Investition würde dem Sport nichts nützen. Auch eine Sanierung der maroden Radrennbahn ist in dem Konzept vorgesehen. Hier soll voraussichtlich ab 2015 der marode Bahnradkopf erneuert werden. Die Umrandung ist instabil, deshalb mußte der Radsportverein alle geplanten Steherrennen auf der Bahn absagen. Die durch die Motorräder hervorgerufenen Erschütterungen sind ein zu großes Risiko. Weitere Pläne betreffen unter anderem die Schwimmhalle, sie soll einen Erweiterungsbau bekommen. Die Umkleidekabinen sind oft überbelegt, bei Wettkämpfen haben die Zuschauer kaum Platz.