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Grünes Licht für länderüber­greifendes Abhörzentrum in Leipzig

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Die sächsi­sche Staats­re­gie­rung hat den Aufbau eines länder­über­grei­fenden Telekom­mu­ni­ka­ti­ons­über­wa­chungs­szen­trums in Leipzig beschlossen. Den für die Koope­ra­tion mit Thüringen, Berlin, Branden­burg und Sachsen-Anhalt nötigen Staats­ver­trag habe er unter­zeichnet, sagte Innen­mi­nister Markus Ulbig (CDU) am Dienstag in Dresden. Er müsse nun noch von den Ländern ratifi­ziert werden. Der Aufbau des Gemein­samen Kompe­tenz- und Dienst­leis­tungs­zen­trums (GKDZ), das die Straf­ver­fol­gungs­be­hörden unter­stützen soll, werde noch in diesem Jahr beginnen. In den kommenden fünf Jahren sollen 15,8 Millionen Euro inves­tiert werden, davon 4,8 Millionen Euro aus Sachsen. Die Länder verspre­chen sich von dem gemein­samen Abhör­zen­trum in diesem Zeitraum Einspa­rungen von insge­samt knapp 11 Millionen Euro, da keine eigenen Techno­lo­gien mehr vorge­halten werden müssen. Der Fortschritt in diesem Bereich sei rasant, betonte Ulbig. „Um mit diesem Tempo auch im Zuge von Ermitt­lungen bei schweren Straf­taten wie beispiels­weise Terror­ver­dacht, Mord, Verge­wal­ti­gung, Kinder- und Jugend­por­no­grafie oder Einbruch­se­rien Schritt halten zu können, ist es sinnvoll und wirtschaft­lich, Syner­gien zu nutzen.“ Die Entschei­dung über die Anord­nung einer Kommu­ni­ka­ti­ons­über­wa­chung liege aber weiter bei den Landes­be­hörden. Auch die Daten würden für jedes Bundes­land getrennt verar­beitet und gespei­chert. (dpa)