Grüne: Anti-Asylproteste haben massives Gefahrenpotenzial
Die Grünen im sächsischen Landtag sehen in den Anti-Asylprotesten eine großes Gefahr. "Die gestrigen Angriffe haben erneut gezeigt, welches Gewaltpotenzial in der Hetze gegen Asylbewerber in Sachsen steckt", erklärte der Abgeordnete Valentin Lippmann. Die Polizei habe die Lage offenbar vollkommen unterschätzt: "Die rechten Ausschreitungen waren im Bereich des Wahrscheinlichen. Unter den Teilnehmern der rechten Demo befanden sich unter anderen ein erheblicher Teil gewaltaffiner Hooligans. Das Versammlungsgeschehen nur mit einer minimalen Polizeipräsenz abzusichern war mehr als fahrlässig und unverantwortlich."Nach Ansicht von Lippmann wirkten die Beamten vor Ort während und nach den Übergriffen stellenweise mit der Situation überfordert. Sie hätten sichtlich Schwierigkeiten gehabt, mit der geringen Zahl an Kräften die Lage unter Kontrolle zu bekommen. "Dass kurzfristig keine Verstärkung zur Verfügung stand, konterkariert überdies vollkommen die Aussagen des Innenministeriums, für eine ausreichende Polizeipräsenz vor Ort zu sorgen." Er hoffe, dass nach den gestrigen Ereignissen im Innenministerium und der Polizeiführung die Erkenntnis einsetzt, dass die Anti-Asylproteste ein massives Gefahrenpotenzial darstellen.Am Freitagabend hatten Rechtsextreme Demonstranten vor dem Zeltlager für Flüchtlinge in Dresden attackiert und drei Menschen verletzt. 50 Beamte waren vor Ort, in der Nacht kamen dann weitere Beamte dazu.Auch Grünen-Fraktions-Chef Volkmar Zschocke kritisierte den Einsatz: