Großer Andrang bei Chemnitzer Museumsnacht
Die Chemnitzer Museumsnacht hat sich erneut als Publikumsmagnet erwiesen. Mehr als 11.000 Besucher wurden letzte Nacht gezählt, besonders voll war es im Industriemuseum, im Eisenbahnmuseum, in den Kunstsammlungen und im ehemaligen Gefängnis auf dem Kaßberg. Dort musste die Öffnungszeit aufgrund des großen Andrangs sogar bis 2 Uhr nachts verlängert werden. Die Führungen durch die alte Haftanstalt waren heiß begehrt - die Besucher nahmen Wartezeiten von drei bis vier Stunden in Kauf.„Wir wollten niemanden nach Hause schicken“ sagte uns die Leiterin des Kulturbüros Katrin Voigt. Deshalb habe man sich entschlossen, alle Interessenten trotz vorgerückter Stunde einzulassen. Enttäuscht zeigte sich Voigt von der kurzfristigen Absage des Haus „Arthur“. Das sei besonders deshalb schade, weil die Idee, die Geschichte des alten Stasi-Geländes zu präsentieren, von diesem Verein ausging. Das Haus „Arthur“ wollte eigentlich gemeinsam mit der Stasi-Unterlagenbehörde eine Ausstellung zur Geschichte des Kaßberg-Geländes organisieren. Nachdem die Stadt aber allen freien Trägern aufgrund der Haushaltssperre die Zuschüsse um weitere sechs Prozent gekürzt hatte, sagte der Verein die Teilnahme an der Museumsnacht ab. Das heutige Haus „Arthur“ gehörte wie das benachbarte Schmidt-Rottluff-Gymnasium früher zur Zentrale der Staatssicherheit in Karl-Marx-Stadt.