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Grönemeyer feiert Tourauftakt in Chemnitz

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11.500 Fans haben am Diens­tag­abend in der ausver­kauften Chemnitz Arena den Auftritt von Herbert Gröne­meyer gefeiert. Es war gleich­zeitig der Auftakt seiner Tournee. Der Ausnah­me­künstler spielte eine Mischung aus neuen Songs und Klassi­kern. Zum Schluß gab es etwa eine halbe Stunde Zugabe und Konfet­ti­regen. In seinem neuem Album "Dauernd Jetzt" besingt Herbert Gröne­meyer das Glück des Moments - und beschert seinen Fans zu Beginn seiner Tour jede Menge wunder­bare Augen­blicke. Zweiein­halb Stunden tobt sich der 59-Jährige auf der Bühne aus. Auch die Klassiker dürfen nicht fehlen. Nur die Stimme von Herbert Gröne­meyer ist zu hören, die Bühne bleibt schwarz: Mit dem Song "Unter Tage" und Gänse­haut-Stimmung startet der Musiker seine Tour zum aktuellen Album "Dauernd Jetzt". Zeitgleich mit den letzten Zeilen wird die Bühne der Messe­halle in Chemnitz in gleißendes Licht getaucht - so wie der Bergmann im Lied vom Dunkeln ans Licht kommt. Die Menge tobt. "Willkommen zum Tourbe­ginn", begrüßt der 59-Jährige sein Publikum. "Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie nervös man ist, wenn man sein neues Programm vorstellt", bekennt der Musiker nach einigen Songs. Unter dem Jubel des Publi­kums zeigt sich Gröne­meyer aber erleich­tert: "Wir sind drin." Von den Liedern des neuen Albums wird "Fang mich an" mit großem Applaus begrüßt. Eine Rose fliegt auf die Bühne. Es sind vor allem aber Klassiker wie "Männer", "Alkohol" und "Mensch", bei denen sich die Fans textsi­cher zeigen und toben - auch bei seiner Hymne "Bochum", mit der Gröne­meyer vor gut 30 Jahren seinen Durch­bruch feierte. Bis zum 23. Juni stehen insge­samt 28 Konzerte in Deutsch­land, Öster­reich, der Schweiz und Holland auf dem Programm. Nach Angaben des Manage­ments wurden rund 450 000 Tickets bereits verkauft. Wegen der großen Nachfrage soll die Tour im kommenden Jahr mit acht weiteren Terminen fortge­setzt werden. Zweiein­halb Stunden steht Gröne­meyer in Chemnitz auf der Bühne, spielt mit dem Publikum, tänzelt hin und her, animiert zum Mitsingen. Während über die Leinwand ein Teppich aus Zahlen flimmert, mahnt Gröne­meyer in "Uniform", nicht zu viel in der digitalen Welt preis­zu­geben. "Bleibt geheim­nis­voll, bleibt mystisch!" Auch von 25 Jahren Wieder­ver­ei­ni­gung spricht der Sänger. "Wir sind raus aus der Pubertät. Wir sollten dieses Land in unsere eigenen Hände nehmen." Eine zweite, kleine Bühne ist inmitten des Publi­kums aufge­baut. Hier schlägt der Sänger ruhigere Töne an, als er auf dem Flügel das Liebes­lied "Flugzeuge im Bauch" spielt, begleitet von einem Kontra­bass. Gröne­meyer, der in diesem Jahr einen Musik­preis Echo als bester natio­naler Künstler gewann, veröf­fent­lichte im vergan­genen Herbst sein 14. Studio­album "Dauernd Jetzt". Außerdem hat Gröne­meyer gerade in Berlin mit dem US-Theater­ma­cher Robert Wilson "Faust I und II" als Musical-Version auf die Bühne gebracht. Der 59-Jährige zählt zu den erfolg­reichsten Künst­lern Deutsch­lands. Insge­samt landeten neun seiner Studio­alben auf Platz eins der Charts. Dem Chemnitzer Publikum hat Gröne­meyer zum Auftakt seiner Tournee jede Menge schöne Momente beschert - da sind sich die Fans einig. (dpa)