Grenzkontrollen in der Oberlausitz -bislang keine Staus und Folgen für Betriebe

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Das Chaos ist bislang ausgeblieben. Keine Staus  an den Grenzübergängen zu Tschechien in der Oberlausitz. Anders sieht es auf der A 17 in Breitenau aus. Seit gestern wird  kontrolliert. Der Reiseverkehr wurde wegen der rasant gestiegenen Corona-Fälle in Tschechien und der Ausbreitung der Corona-Mutationen drastisch eingeschränkt.

Einreisen dürfen nur noch Pendler, die in Deutschland in systemrelavanten Bereichen arbeiten, also in Medizin, Pflege und Teilen der Landwirtschaft. Sie müssen einen aktuellen Corona-Test vorzeigen mit negativem Ergebnis. Passieren darf auch der Warenverkehr.

 Welche Folgen haben die  Einreisebeschränkungen auf Unternehmen in der Oberlausitz? Wir haben einige Unternehmen angerufen. Damasthersteller Damino in Großschönau hat noch einen Ableger in Friedland im Isargebirge. Der Pendelverkehr zwischen beiden Betrieben laufe, sagte uns Geschäftsführer Dirk Ladenbacher. Eine Spedition übernimmt die Transporte. Der Fahrer werde regelmäßig getestet. 

Bei Frottana Großschönau sind die tschechischen Mitarbeiterinnen nicht zur Arbeit erschienen. Sie zählen unter die Kategorie Pendler, die nicht systemrelevant sind.  Was machen sie? Sie sind in Kurzarbeit oder haben Urlaub genommen. Das sei aber nur eine Handvoll, so Produktionsleiter Ulf Goralski. 

Keinerlei Probleme hat der Ploucquet Zittau, der Hersteller technischer Textilien. Der Anlagen- und Maschinenbauer MBN Neugersdorf und die ATN Hölzel GmbH Oppach spüren ebenfalls noch keine Folgen im Zusammenhang mit den Grenzkontrollen und den damit verbundenen Einschränkungen. Die vier tschechischen Mitarbeiter bei ATN haben entweder eine Wohnung in Deutschland oder sind in Heimarbeit.