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Görlitzer Wissenschaftler entwickeln Corona-Plattform

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Wissenschaftler des Görlitzer Casus-Instituts haben eine digitale Plattform für den optimierten Einsatz von Corona-Tests entwickelt. Sie wurde  heute online gestellt. „Where2Test“ ist ihr Name. Mit Hilfe der Plattform sollen vorhandene Testkapazitäten effizient und gezielt eingesetzt werden.

Es geht dabei um optimale Teststrategien für die Landkreise. Die Gesundheitsämter sollen künftig mit der in Görlitz entwickelten Plattform ein Instrument an die Hand bekommen, mit dem sie tagesaktuell festlegen können, welche Gruppen getestet werden müssen, wo, wann und wie häufig – und welche Testarten zielführend sind. Noch ist die Plattform ein Prototyp. Sie soll in den nächsten Wochen mit weiteren Daten gefüttert und durch neue Funktionen ergänzt werden.

Das internationale Team um den Projektleiter Professor Justin Calabrese und die Projektkoordinatorin Dr. Weronika Schlechte-Wełnicz will bei der Weiterentwicklung der Plattform auch Einflüsse wie den derzeitigen Lockdown, jahreszeitliche Effekte oder künftig die Impfquote berücksichtigen. Die Plattform könnte jedoch auch Daten aus anderen Bundesländern sowie darüber hinaus integrieren. Schlechte-Wełnicz: „Wir konnten bereits in der Aufbauphase Daten zu Infektionszahlen und Testkapazitäten aus der Tschechischen Republik einbeziehen. Dadurch ist es uns möglich, die Vorhersagen der epidemiologischen Modelle anhand einer größeren Datenmenge zu überprüfen und somit kontinuierlich zu verbessern.“

Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow ist davon überzeugt, dass damit ein wichtiger Beitrag geleistet werden kann, diese und künftige Seuchen einzugrenzen. Der Freitstaat fördert das Projekt mit einer Million Euro.

Der Link zur Plattform: www.where2test.de

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Reporter Knut-Michael Kunoth