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Global Foundries streicht bis zu 800 Stellen in Dresden

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Der Chipher­steller Global Foundries in Dresden-Wilsch­dorf streicht bis zu 800 Stellen. Das Werk müsse betriebs­wirt­schaft­lich arbeiten, begrün­dete Geschäfts­führer Rutger Wijburg die Perso­nal­ein­spa­rungen am Freitag­nach­mittag auf einer Presse­kon­fe­renz. Die Perso­nal­kosten sollten deshalb um 20 Prozent gesenkt werden. Bereits am Donnerstag sei die Beleg­schaft über die Pläne infor­miert worden. Nun wolle man mit dem Betriebsrat darüber sprechen, damit die Zeit der Unsicher­heit für die Beschäf­tigten so kurz wie möglich gehalten werde.  Global­foundries unter­hält Fabriken in Deutsch­land, Singapur und den USA. In Dresden sind 3700 Menschen beschäf­tigt. Global­foundries ist damit einer der größten privaten Arbeit­geber der Stadt. Das Werk ist mit einer Reinraum­fläche von 52.000 Quadrat­me­tern nach Angaben des Unter­neh­mens das größte und modernste in Europa. Einziger Eigen­tümer von Global­foundries ist der Staats­fonds des Golfe­mi­rats Abu Dhabi, Mubadala. Seit dem Einstieg 2009 wurden in Dresden rund fünf Milli­arden US-Dollar inves­tiert. Erst im Juli hatte Global­foundries für die Dresdner Fabrik die Einfüh­rung einer neuen Techno­logie angekün­digt, mit der  energie­ef­fi­zi­ente, leistungs­starke Chips bei vergleichs­weise niedrigen Produk­ti­ons­kosten herge­stellt werden sollen.Bereits im Juli war der Abbau von 160 Leihar­bei­ter­stellen bekannt geworden. Das sächsi­sche Wirtschafts­mi­nis­te­rium war vorab über die beabsich­tigte Strei­chung infor­miert worden. Minister Martin Dulig (SPD) hoffe auf eine schnelle Vermitt­lung der Betrof­fene in neue Jobs, hieß es in einer Erklä­rung. Die Chancen dafür stünden günstig, da Global­foundries-Mitar­beiter größten­teils gut quali­fi­ziert seien und über viel Berufs­er­fah­rung verfügten. Außerdem sei der Arbeits­markt derzeit sehr aufnah­me­fähig.Die Staats­re­gie­rung sehe die Zukunft des Unter­neh­mens dennoch positiv. "Wir gehen davon aus, dass mit der Serien­pro­duk­tion der neuen Chipge­ne­ra­tion in den nächsten Jahren auch die Mitar­bei­ter­zahl von Global­foundries in Dresden wieder steigt", hieß es.