- Mehrere Einsätze am Hauptbahnhof Chemnitz: Angriffe in Zügen und eine Prügelei nach Diebstahl beschäftigen die Bundespolizei innerhalb weniger Stunden.
Gewaltserie im Hauptbahnhof und in Zügen
Am Chemnitzer Hauptbahnhof haben mehrere Auseinandersetzungen innerhalb weniger Stunden die Bundespolizei beschäftigt. Drei Vorfälle sorgten gestern für Einsätze – in Zügen und direkt im Bahnhofsumfeld.
Angriff am Morgen im Zug
Gegen 06:30 Uhr kam es in einem Zug von Chemnitz in Richtung Leipzig zu einem tätlichen Angriff. Eine 55-jährige Deutsche sollte wegen eines bestehenden Hausverbots von der Fahrt ausgeschlossen werden. Zunächst verließ sie den Zug, stieg dann aber erneut ein. Als ein Bundespolizist eingriff, leistete die Frau Widerstand und schlug ihm ins Gesicht. Eine Streife brachte sie daraufhin zum Revier im Hauptbahnhof. Gegen sie wurde Anzeige wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte erstattet. Der Beamte erlitt leichte Verletzungen. Die Frau wurde später wieder entlassen.
Zugbegleiterin bei Kontrolle verletzt
Am frühen Nachmittag kam es zu einem weiteren Vorfall. In einem Zug von Zwickau nach Chemnitz, auf Höhe des Bahnhofs Glauchau, eskalierte eine Ticketkontrolle. Eine 16-Jährige hatte ein Jobticket ohne vorgeschriebenes Lichtbild vorgezeigt. Nach einer verbalen Auseinandersetzung schlug sie der Zugbegleiterin mit der Faust ins Gesicht. Die Mitarbeiterin wurde unterhalb des Auges getroffen und musste ihren Dienst abbrechen. Der Zug blieb bis zum Eintreffen der Polizei stehen. Die Jugendliche wurde zum Revier am Hauptbahnhof gebracht und später an ihre Betreuerin übergeben.
Diebstahl endet in Prügelei
Kurz darauf folgte der nächste Einsatz im Bereich einer Mäc-Geiz-Filiale am Hauptbahnhof. Zwei unbekannte Männer begingen dort einen Diebstahl. Als die Filialleiterin eingriff, drängten sie sie zur Seite und spuckten sie an. Ein 62-jähriger Mann wollte helfen. Es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Der Mann wurde getreten und mit einer vollen Plastikflasche ins Gesicht geschlagen. Er ging zu Boden. Die Täter flüchteten in Richtung Querbahnsteig und konnten trotz Fahndung nicht gestellt werden. Der 62-Jährige verzichtete zunächst auf medizinische Hilfe. Ein Arztbesuch wurde ihm empfohlen. Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und wertet Videoaufnahmen aus.
