Gesundheitsamt bereitet sich auf Grippesaison vor
Das Chemnitzer Gesundheitsamt rät bereits jetzt zur Grippeschutzimpfung. Da es derzeit nur wenige Erkältungen gebe, bleibe genügend Zeit, dass sich der Impfschutz aufbauen kann, so Amtsarzt Harald Uerlings. Mit einer Grippewelle wird frühestens Ende des Jahres gerechnet. Gegen die Virusgrippe sollten sich vor allem Ältere impfen lassen, sowie Berufsgruppe, die mit vielen Menschen in Kontakt kommen.
Das Gesundheitsamt bietet ab dem 1. Oktober Impfungen zu folgenden Zeiten an: Dienstag: 10 bis 11.30 Uhr, Donnerstag: 14.30 bis 16 Uhr, Freitag: 10 bis 11.30 Uhr.
Unbedingt beachten: Aufgrund der aktuellen Pandemiesituation werden Impfungen nur mit Termin durchgeführt. Die Terminvergabe erfolgt täglich ab 1. Oktober von 8 bis 11.30 Uhr unter 0371 488 5333. Weiterhin Beratungen zu allgemeinen Impfungen und zum Masern-Schutz-Gesetz angeboten.
Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Grippeschutzimpfung?
Derzeit ist die richtige Zeit für eine Impfung gegen Grippe (Influenza) vorrangig beim Hausarzt. Warum? Noch gibt es wenige Erkältungen und akute Infekte der oberen Luftwege, die einer Impfung entgegenstehen würden. Und noch ist genügend Zeit, dass sich bis zum Beginn der typischen Erkältungszeit der Impfschutz (nach ca. 14 Tagen) aufbauen kann. Eine „Erkrankungswelle“ wird nicht vor Ende 2020/Anfang 2021 erwartet. Der Impfschutz, der übrigens jährlich aufgefrischt werden muss, hält dann üblicherweise bis weit in das erste Halbjahr 2021.
Für wie lange kann ich mich impfen lassen?
Der Impfstoff hält eine komplette Saison, d.h. bis in das Frühjahr hinein. Geimpft wird üblicherweise in der noch Infekt freien Zeit und einzelfallbezogen auch noch später. Ab welchem Alter können Kinder geimpft werden? Kinder können ab dem 7. Lebensmonat gegen Grippe geimpft werden. Das Gesundheitsamt empfiehlt, diese Impfung bei dem behandelnden Kinderarzt durchführen zu lassen.
Für welche Personengruppe wird eine Impfung besonders empfohlen?
Vor allem Personen höheren Lebensalters und Personen, die berufsbedingt mit vielen anderen in Kontakt kommen. (bspw. Kindergärtner*innen, Lehrer*innen, Krankenschwestern und -pfleger), sollten sich impfen lassen. Außerdem Frauen, die während der Influenzasaison schwanger sind, ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei zusätzlichen Gesundheitsrisiken schon ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel sowie BewohnerInnen von Alten- und Pflegeheimen.
Wann sollte besser nicht geimpft werden?
Die Grippeschutzimpfung sollte bei Personen, die eine Erkältung haben, verschoben werden, bis sie wieder gesund sind. Vor der Impfung wird ein Anamnesebogen ausgefüllt, danach entscheidet der Impfarzt über die Impfung. Kann man sich jederzeit impfen lassen? Es ist durchaus auch während der Influenza-Saison möglich, ausstehende Impfungen gegen Influenza (Grippe-Schutzimpfung) beim Hausarzt oder im Gesundheitsamt nachzuholen. Vorausgesetzt, die familiäre und berufliche Umgebung ist noch infektfrei.
Ist eine Grippe gefährlich?
Eine echte Grippe (Influenza) ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die den gesamten Organismus beeinträchtigt und ohne Vorzeichen sehr plötzlich beginnt sowie einen dramatischen Verlauf nehmen kann. Hierbei können die Atemwege (Lungenentzündung), das Herz-Kreislauf-System (Herzmuskelentzündung) und der gesamte Organismus (septisches Multiorganversagen) stark beeinträchtigt sein. Vorgeschädigte Person en sind besonders gefährdet.