Gelungener Heimauftakt für die Chem Cats
Die Heimpremiere der neuen Cats hatte nach einem echten Krimi auch ein filmreifes Ende. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (18:19) hatten die Chemnitzer Basketballdamen zwar leichte spielerische Vorteile aber sie konnte sie nicht in Punkte umsetzen. Das nutzte Oberhausen und konnte sich bis zur Halbzeit mit 10 Punkten absetzen (28:38). Die ChemCats brachten phasenweise kein Bein auf das Parkett. „Oberhausen hat uns in dieser Zeit mit ihrer Defense dominiert und den Schneid abgekauft,“ gab Trainer Raoul Scheidhauer zu Protokoll. „Ab da stand fest, dass wir nicht einfach mit spielerischen Mitteln zurückkommen.“ Wenn noch etwas gehen sollte, dann mussten die Cats mit Kampf überzeugen und sich „Peu a Peu“ herantasten. Zwar war der Wille zusehen, aber dann (ca. Minute 22) musste Brianne O’Rourke mit blutender Nase vom Feld und kam erst mit noch drei Minuten zu spielen zurück. Die ChemCats haben bis dahin mitgespielt, aber eine Wende war nicht in Sicht. In Minute 27 erhöhte die starke Jennifer Bender zum 39:53 für Oberhausen. Mit Brianne O’Rourke kam dann wieder ein Spielfluss auf das Feld, aber die Wende leitete Judith Schmidt ein. 12 ihrer 14 Punkte steuerte sie zum Comeback bei. Und das Comeback der Cats war überragend. Bis zum Viertelende wurde aus dem Minus 14 ein Minus 5. Oberhausen begann zu wackeln. Das 4. Viertel dominierten die ChemCats mit 22:7 und konnten so das erste Heimspiel vor einem völlig ekstatischen Publikum gewinnen. Für den Sieg sahen die Trainer zwei Gründe. Zum einem der Kampfgeist und zum zweiten die mannschaftliche Geschlossenheit. Vier Katzen punkteten zweistellig und zwei waren mit 8 bzw. 9 Punkten knapp dran.