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Gefundene Bombe an Rosa-Luxemburg-Straße gesprengt

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Die am Alten Postbahnhof gefun­dene Flieger­bombe ist erfolg­reich gesprengt worden. Die Detona­tion erfolgte um 10.25 Uhr. Es gab einen lauteren Knall und eine kleine Druck­welle. Zudem flog eine Sandfon­täne rund 30 Meter in die Luft. Der Blind­gänger aus dem Zweiten Weltkrieg sollte eigent­lich in der Nacht zu Donnerstag entschärft werden. Aller­dings missglückte dies. Der Spreng­satz war am Mittwoch­abend an der Rosa-Luxem­burg-Straße entdeckt worden. Deshalb mussten weitere Sicher­heits­maß­nahmen getroffen werden – weitere Evaku­ie­rungen waren aber nicht notwendig. Es wurde ein Sperr­kreis von 500 Metern einge­richtet. Betroffen war der Bereich von der Adenauer Allee bis zur Eisen­bahn­straße - zwischen Nordtan­gente Schöne­feld und Torgauer Straße. Vorbe­rei­tungen zur Spren­gungFür die Spren­gung hob der Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gungs­dienst eine Grube aus. Dort wurde die Bombe hinein­ge­legt und dann mit Sand, Erde und Wasser­tanks zugedeckt, um die Spreng­wir­kung so gering wie möglich zu halten. Evaku­ie­rungenIn der Nacht mussten 170 Anwohner aus der Neustädter und der Rosa-Luxem­burg-Straße in Sicher­heit gebracht werden, so Jens Dammrau von der Bundes­po­lizei. Am Vormittag wurden weitere rund 130 Menschen aus ihren Häusern geholt.Sie wurden unter anderem in der Turnhalle am Rabet unter­ge­bracht, darunter auch einige Kinder. Etwa 40 alte und pflege­be­dürf­tige Personen davon wurden zudem in Kranken­häu­sern oder Alten­heimen unter­ge­bracht. Durch die geplante Spren­gung konnten die Anwohner als auch Mitar­beiter von angesie­delten Firmen stunden­lang nicht in ihre Gebäude und Wohnungen. Bahnver­kehr lahmge­legtAuch der Bahnver­kehr ist durch den Bomben­fund seit dem Mittwoch­abend extrem einge­schränkt. Die Strecke zwischen dem Haupt­bahnhof und Volkmars­dorf wurde unter­bro­chen. Die Fernver­kehrs- und Regio­nal­züge in und aus Richtung Dresden sowie die Regio­nal­züge von und nach Meißen wurden über Leipzig-Thekla und Schöne­feld umgeleitet, wodurch sich die Fahrzeit um etwa 15 Minuten verlän­gert.Die Regio­nal­züge von und nach Chemnitz verkehrten zwischen Chemnitz und Liebert­wolk­witz. Auf dem Abschnitt Leipzig Haupt­bahnhof-Liebert­wolk­witz wurden Busse einge­setzt.