• Die Gedenktafel wurde am Freitag feierlich enthüllt. Foto: Detlef Müller

Gedenktafel erinnert an Zwangsarbeit

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Am Gebäude der Landesdirektion an der Altchemnitzer Straße ist am Freitag eine Gedenktafel eingeweiht worden. Sie soll an die rund 1.600 Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus in Chemnitz Zwangsarbeit leisten mussten. Die Männer und Frauen wurden in den damaligen Astra-Werken zur Rüstungsproduktion herangezogen. Im ehemaligen Hauptwerk hat jetzt die Landesdirektion ihren Sitz.

Der Alltag der Zwangsarbeiter war geprägt von Unterernährung, Krankheiten, körperlicher Gewalt und ständiger Todesangst. Bis zum Ende des zweiten Weltkriegs kamen in dem Werk zahlreiche Zwangsarbeiter ums Leben.

Für die Gedenktafel hat sich eine bürgerschaftliche Initiative stark gemacht. Von Landtagspräsident Matthias Rößler wurde sie am Freitag enthüllt. An der Zeremonie nahmen auch Vertreter der Stadt und Chemnitzer Bundestagsabgeordnete teil, darunter Detlef Müller von der SPD.