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Gedenken an Mauerfall und Pogromnacht

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Der 9. November steht in Deutsch­land für zwei histo­ri­sche Ereig­nisse des vergan­genen Jahrhun­derts. Zum einen ist vor 26 Jahren die Mauer in Berlin gefallen. 1938 war aber auch die Pogromm­nacht der Nazis in vielen deutschen Städten. Synagogen, Läden und Gebets­häuser von Juden waren in der Nacht zerstört worden.Hier in Sachsen gibt es am Montag zahlreiche Gedenk­ver­an­stal­tungen. In Annaberg-Buchholz beschäf­tigt sich eine Ausstel­lung mit Biogra­fien ehema­liger Annaberger Juden. Die Ausstel­lung im Erzhammer haben Schüler gestaltet. Außerdem gibt es eine kosten­lose Sonder-Stadt­füh­rung. Sie steht unter dem Thema „Auf Spuren­suche jüdischen Lebens in Annaberg“. Start ist 11.30 Uhr an der Tourist-Infor­ma­tion. In Chemnitz wird am Nachmittag eine Tafel am Haupt­bahnhof enthüllt, die an die Depor­ta­tion der Menschen erinnert. In der Görlitzer Frauen­kirche gibt es ein Gedenken sowohl an die Pogrom­nacht als auch den Fall der Mauer.Streit gibt es in Dresden im Zusam­men­hang mit der geplanten Kundge­bung von Pegida auf dem Theater­platz. Aufgrund des geschichts­träch­tigen Datums haben sich am Morgen mehr als 60.000 Menschen im Internet einer Petition angeschlossen, die eine Verle­gung von Pegida an den Stadt­rand fordert.