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GDL-Chef als Kartenknipser

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GDL-Chef Klaus Weselsky hat sich als Fahrkartenkontrolleur nützlich gemacht. Der umstrittene Boss der Lokführergewerkschaft begleitete gestern einen Sonderzug auf der Strecke Löbau – Ebersbach -Rumburk und warb für die Wiederinbetriebnahme für  den regelmäßigen Personenverkehr. Sachsens Staatskanzleichef Konrad Clemens hatte Weselsky eingeladen.   

„Ich bin deshalb hier, weil es um die Belebung des Personenverkehrs für eine sehr schöne Strecke geht. Es wäre der Renner, wenn es gelingen würde, die Linie bis Dolni Poustevna zu öffnen, um dann in Sebnitz wieder auf das deutsche Streckennetz zu kommen“, sagte uns Weselsky. Er wurde von Sachsens Staatskanzleichef Konrad Clemens eingeladen.

Sachsen will drei Strecken reaktivieren. Sie sind in der engeren Betrachtung. „Wir wollen, dass Löbau-Ebersbach dazukommt“, so Clemens. Für die benachbarte Herrnhuter Bahn kann er sich eine touristische Nutzung als „Unesco-Welterbebahn“ vorstellen. Dazu liefen Gespräche mit der Deutschen Bahn und dem Eisenbahnbundesamtes. Herrnhut hatte vor wenigen Tagen den Weltkulturerbetitel erhalten.

Nach einer Betrachtung, die im Auftrag des Verkehrsministeriums angestellt wurde, würden auf der Strecke Löbau-Ebersbach durchschnittlich 290 Fahrgäste pro Tag mitfahren. Dagegen stünden Investitionskosten von rund 26 Millionen Euro plus die Finanzierung des Streckenbetriebs von sechseinhalb Millionen Euro im Jahr.  

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Knut-Michael Kunoth