++ EIL ++

Friedens­in­itiative kritisiert Polizeieinsatz am Wochenende

Zuletzt aktualisiert:

Nach der Nazidemo am Jahrestag der Zerstö­rung von Chemnitz hagelt es Kritik an dem massiven Polizei­ein­satz. Rund 1.400 Beamte aus mehreren Bundes­län­dern hatten am Samstag den Zug der rechts­ex­tremen NPD durch die Innen­stadt abgesi­chert. Dabei kam es auch zu Zusam­men­stößen mit Gegen­de­mons­tranten, teilweise wurden auch Passanten von Polizisten verprü­gelt. Das Bürger­bündnis für Toleranz und Frieden bezeich­nete das Vorgehen der Beamten als unver­hält­nis­mäßig. Man werde sich juris­ti­sche Schritte vorbe­halten.Oberbür­ger­meis­terin Barbara Ludwig will jetzt eine Debatte darüber anstoßen, wie wehrhaft Demokratie sein sollte. Die Stadt Chemnitz hatte den Aufmarsch der NPD verboten. Das Chemnitzer Verwal­tungs­ge­richt hob dieses Verbot jedoch wieder auf. „Es gibt hier einen eklatanten Wider­spruch zwischen Recht und Moral, den wir den Bürgern nicht mehr erklären können. Die Menschen erwarten, dass der braune Spuk keinen Platz in den Städten bekommt“, so Barbara Ludwig. Gleich­zeitig dankte sie allen, die am Samstag ein deutli­ches Zeichen gegen die Nazis gesetzt haben. „Danke an alle, die da waren, und Danke an alle, die sich engagiert haben, die vielen Ehren­amtler und die Mitstreiter aus dem Theater beispiels­weise.“