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Freistaat bereitet Umbau der Aktienspinnerei vor

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Der Freistaat will in diesen Tagen mit ersten Bauvor­be­rei­tungen an der Alten Aktien­spin­nerei beginnen. Bevor sich der leerste­hende Komplex in eine Uni-Biblio­thek verwan­delt, müssen zunächst mehrere leerste­hende Anbauten abgerissen werden, darunter die ehema­lige Disko­thek, ein Kiosk und eine Imbiss­halle. Am Dienstag sollten dort bereits die Bagger anrollen, bis zum Abend war rund um die Aktien­spin­nerei aller­dings weit und breit keine Bauma­schine zu sehen. Dabei hatte der Freistaat den Start­schuss der Abriss­ar­beiten vollmundig für diesen Tag angekün­digt. Für den offizi­ellen Baube­ginn gibt es auch noch keinen Termin. Die Entwurfs­pla­nungen würden derzeit erarbeitet, hieß es ledig­lich aus Dresden.Die Aktien­spin­nerei an der Straße der Nationen entstand im Jahr 1858. Sie war damals die größte Spinnerei Sachsens. Aller­dings endete der Spinne­rei­be­trieb schon 1914. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude stark zerstört. Zu DDR-Zeiten diente es als Wismut-Kaufhaus und war unter anderem auch ein Provi­so­rium für das Puppen­theater.Zuletzt wurde das Haus als Galerie genutzt. Im Herbst 2011 hatte der Freistaat die Immobilie zum symbo­li­schen Preis von einem Euro von der Stadt erworben. In den Umbau zur Uni-Biblio­thek will das Land 40 Millionen Euro inves­tieren. Davon hängt auch maßgeb­lich die Zukunft des Brühls ab. Die Stadt hofft, dass die Studenten den verwaisten Fußgän­ger­bou­le­vard wieder­be­leben. Brühl-Aktivisten befürchten, dass sich dies immer weiter in die Ferne verschiebt, denn eigent­lich sollte schon 2013 mit der Sanie­rung des Gebäudes begonnen werden.