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Freiberger Forscher entwickeln aus Badeschwamm robustes Material für Industrie

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Forscher der Bergakademie Freiberg haben einen innovativen Werkstoff entwickelt – gezüchtet aus einem Schwamm.

Wie die TU mitteilte, reagieren die Fasern des Schwamms mit einer kupferhaltigen Ammoniaklösung, wie sie beispielsweise in der Elektroindustrie benutzt wird. Dabei entsteht das Mineral Atacamit. Das kommt in der Natur nur sehr selten vor, heftet sich bei der Reaktion so sehr an die Schwammfasern, dass ein robustes, antibakterielles Material entsteht. Dessen Eigenschaften könnten künftig als Bio-Filter in der Industrie eingesetzt werden. Wird der Schwamm in eine saure Lösung getunkt, läuft die Reaktion rückwärts ab: Der Schwamm kehrt zurück in den Ursprungszustand und kann für weitere Anwendungen benutzt werden. Das Material ist quasi recycelbar.

Seit zwei Jahren entwickeln Forscher aus Deutschland, Polen, Australien, Spanien und der Ukraine in Freiberg neue Modelle und Alternativen zu Plastikgerüsten für die moderne Werkstoffwissenschaft. Unterstützt werden sie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Sachsens Wissenschaftsministerium und der Alexander von Humboldt Stiftung.