Flughafen Leipzig/Halle im Gespräch als Drehkreuz humanitärer Hilfe
Die EU will für humanitäre Einsätze Standorte mit Vorräten aufbauen. Deutschland wird sich voraussichtlich mit mehreren Optionen bewerben - endgültig entschieden ist noch nichts.
Der Flughafen Leipzig/Halle ist im Zusammenhang mit von der EU geplanten Bevorratungsstandorten als Drehkreuz für humanitäre Einsätze im Gespräch. Der Airport würde vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) unterhalten, wie das Bundesinnenministerium in Berlin am Donnerstag auf Anfrage mitteilte. Endgültig entschieden sei aber nichts.
Laut Bundesinnenministerium will die EU vier bis sieben Vorratsstandorte aufbauen. Auf die Ausschreibung werde sich nach derzeitigem Planungsstand ein Konsortium mehrerer deutscher Hilfsorganisationen unter Beteiligung des Bundes sowie ein oder zwei Bundesländern bewerben und der Antrag voraussichtlich mehrere Lagerstandorte enthalten. Nach Angaben eines Ministeriumssprechers ist noch offen, ob im Falle eines deutschen Projektantrags Leipzig/Halle auch von der EU-Kommission ausgewählt werde. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 25. September.
„Leipzig/Halle ist der zweitgrößte Frachtflughafen der Bundesrepublik und der fünftgrößte in Europa“, sagte Sprecher Uwe Schuhart. Er werde seit Jahren auch für Frachtflüge mit Hilfslieferungen genutzt und „bietet alles, was man dafür braucht“. Dazu zählten die Anbindung an mehrere Autobahnen, 24-Stunden-Betrieb und eine vorhandene Frachtlogistik mit mehr als 60 dort aktive Frachtairlines und 200 Zielen weltweit.