Flüchtlingsunterbringung: Ulbig ändert Städtebauförderrichtlinie
Die Flüchtlingsstrom nach Sachsen reißt nicht ab und eine der größten Fragen bleibt die nach der Unterbringung der Menschen. Um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen hat das Innenministerium die Städtebauförderrichtlinie verändert. Damit sollen Anreize geschaffen werden, schnell zusätzlichen Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen. So könnten Wohnungsunternehmen und -genossenschaften Zuschüsse für die Gebäudesanierung beantragen. Flüchtlinge müssten aber nicht zwangsläufig in diesen Gebäuden untergebracht werden, sagte Innenminister Markus Ulbig unserem Sender. Anträge nehmen ab sofort die Stadtverwaltungen entgegen.Flüchtlinge sollen in Sachsen auch auf ihre sprachliche und berufliche Kompetenz getestet werden. Die Landesarbeitsagentur will in dreimonatigen Kursen herausfinden, wie fit die Asylbewerber für den Arbeitsmarkt sind. Bei Defiziten könnten weitere Ausbildungsmaßnahmen festgelegt werden. Das Programm umfasst 400 Plätze. Es soll im November beginnen. Die Landesarbeitsagentur geht davon aus, dass Flüchtlinge nach einer Ausbildung und mit guten Deutsch-Kenntnissen auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen haben. In zehn Jahren werden in Sachsen mehr als 400 000 Fachkräfte gebraucht.