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Flüchtlinge aus Budapest in Dresden angekommen

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Rund 250 Flücht­linge aus Ungarn sind am Sonntag­morgen in Dresden einge­troffen - darunter 80 Kinder. Sie wurden auf dem Gelände der Offiziers­schule des Heeres unter­ge­bracht worden. Sport­hallen wurden bereit­ge­stellt, notfalls stehen auch Zelte zur Verfü­gung. Die Menschen gehören zu einer Gruppe von rund 500 Flücht­lingen, die in einem Sonderzug aus Öster­reich nach Saalfeld in Thüringen kamen. Von dort wurden die Menschen mit Bussen auf Unter­künfte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verteilt. Die Zahl könnte aber weiter steigen, je nachdem wie sich die Situa­tion in Budapest entwi­ckelt. Von Jena aus machten sich am Samstag etliche freiwil­lige Helfer per Auto und Zug auf den Weg nach Saalfeld. Sie hatten Süßig­keiten, Wasser, Obst, Spiel­zeug und Hygie­ne­ar­ti­keln im Gepäck, wie die Linken-Landtags­ab­ge­ord­nete Katha­rina König sagte. "Wir wollen den Flücht­lingen ein herzli­ches Willkommen bereiten." Der Grünen-Abgeord­nete Sören Herbst aus Sachsen-Anhalt erklärte per Twitter: "Ich freue mich auf die Ankunft unserer neuen Mitbürger!"  Die aus Ungarn kommenden Flücht­linge sollen bundes­weit nach dem sogenannten König­steiner Schlüssel verteilt werden. Er wird jedes Jahr entspre­chend der Steuer­ein­nahmen und der Bevöl­ke­rungs­zahl der Länder berechnet.Insge­samt rechnet Öster­reich nach Angaben des Minis­te­riums durch die aktuelle Ausrei­se­ak­tion mit bis zu 10 000 Flücht­lingen aus Ungarn. Sie werden in Bussen und Zügen vom Grenzort Nickels­dorf nach Wien oder nach Salzburg gebracht. Mit zahlrei­chen Zügen reisen dann weiter nach München oder Frank­furt am Main. (mit dpa)