Flaute auf dem Atlantik legt Chemnitzer Schilfboot lahm
Das Chemnitzer Schilfboot Abora 3 ist derzeit fast drei Wochen in Verzug. Grund sei eine seit zehn Tagen andauernde Flaute auf dem Atlantik, teilte ein Sprecher der Expedition mit. Derzeit befindet sich das Boot etwa 100 Kilometer vor dem Golfstrom. Von da an soll es durch die Meeresströmung automatisch voran getrieben werden. Statt Anfang August wird das Boot nun voraussichtlich erst Ende August einen Zwischenstopp auf den Azoren einlegen. Trotz der Flaute komme bei der zehnköpfigen Mannschaft aber keine Langeweile auf. Die Besatzung vertreibt sich die Zeit mit Baden, Sonnen und Angeln. Zudem werde die Zeit für Reparaturarbeiten genutzt. Drei kaputte Seitenschwerter sind nun wieder intakt. Die Abora 3 war am 11. Juli in New York zu seiner Atlantiküberquerung aufgebrochen. Das Boot soll den Chemnitzer Experimentalarchäologen Dominique Görlitz und die internationale Crew über 4000 Seemeilen zum spanischen Festland tragen. Das zwölf Meter lange Schiff wurde aus 17 Tonnen Schilf ohne einen einzigen Nagel gebaut.