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Finanzspritze rettet Theater vor der Insolvenz

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Mit einem außerplanmäßigen Zuschuss von 1,3 Millionen Euro hat der Chemnitzer Stadtrat die drohende Insolvenz der Theater abgewendet. Das Defizit war entstanden, weil die Spielstätten den vorgegeben Kostenrahmen nicht eingehalten hatten. Es gab Überschreitungen bei Material und Personal, dazu kamen geringere Besucherzahlen bei Musicals und Operetten. Die Stadträte erwarten jetzt, dass Intendant Christoph Dittrich alle Anstrengungen unternimmt, um die Einnahmen wieder ins Lot zu bringen. Dazu soll es auch ein neues Controlling geben. Heiko Schinkitz von den Linken warnte in diesem Zusammenhang vor einem „Fass ohne Boden“. Der Grüne Thomas Lehmann erwartet, dass im nächsten Jahr das Problem wieder auftaucht, weil das Geld nicht reicht. Almut Patt von der CDU warf die Frage in den Raum, ob der Stadtrat die Zuschüsse für das Theater überhaupt realistisch kalkuliert habe.  Für das Theater macht die Stadt derzeit pro Jahr 27 Millionen Euro locker. Der Zuschuss steigt nach einem Stadtratsbeschluss in den nächsten Jahren bis auf 30 Millionen Euro an. Trotzdem reicht das Geld nicht. Theaterintendant Christoph Dittrich sieht die gestiegenen Lohnkosten als Hauptursache. Theater lebe nun mal von Menschen, sagte er unserem Sender. 80 Prozent der Kosten beim Theater seien Personalkosten. Das macht sich besonders dann bemerkbar, wenn das Theater für große Inszenierungen Gastmusiker und Gastsänger einkaufen muss.  

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