Finanzierung für Kulturhauptstadtjahr steht
Auf dem Weg zur Kulturhauptstadt Europas 2025 haben Bund, Land und die Stadt Chemnitz eine gemeinsame Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet. Sie hat ein Volumen von rund 66 Millionen Euro. Das Geld ist für die Planung des Programms und verschiedene Marketing- und Tourismusprojekte bestimmt. Auch in die Infrastruktur soll investiert werden. Der Bund beteiligt sich mit 25 Millionen Euro, der Freistaat Sachsen stellt 20 Millionen Euro bereit und die Stadt Chemnitz ist mit rund 21 Millionen Euro dabei.
Zur Unterzeichnung der Vereinbarung war Bundeskulturministerin Monika Grütters (CDU) am Freitag nach Chemnitz in das Straßenbahnmuseum nach Kappel gekommen. „Ich glaube, das ist bestangelegtes Geld“, sagte Grütters. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) betonte, dass damit große Planungssicherheit geschaffen werde. Insgesamt ist ein Budget von 91 Millionen Euro vorgesehen.
Mit der Kulturhauptstadt 2025 kann Chemnitz nach Ansicht von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) europaweit als Vorbild für die verbindende Kraft der Kultur leuchten. Welche Kraft die Kultur entfalten könne, habe die Stadt schon 2018 gezeigt, sagte Grütters am Freitag.
Dabei verwies sie auf das große Konzert unter dem Titel „Wir sind mehr“ nach rechtsextremen Ausschreitungen. Es gelte, die kulturelle Vielfalt ins Scheinwerferlicht zu rücken und mit Mitteln von Kunst und Kultur Gräben zu überwinden. Zugleich rief sie die Bürger auf, die Kulturhauptstadt nicht „Funktionären“ zu überlassen, sondern sich selbst zu eigen zu machen.