FFP2- und OP-Masken: Alles, was Sie wissen müssen

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In Sachsen müssen ab dem 28. Januar medizinische Masken in Geschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln, Gesundheitseinrichtungen und Kirchen getragen werden. FFP2-Masken schützen am besten, erlaubt sind aber auch OP-Masken. Ein Mund- und Nasenschutz aus Stoff ist in diesen Bereichen nicht mehr zulässig.

Was die Unterschiede zwischen den FFP2- und OP-Masken sind und was Sie sonst noch wissen müssen, finden Sie in dieser Übersicht.

Medizinische Gesichtsmasken

OP-Masken bzw. medizinische Gesichtsmasken kennt man vor allem aus dem Krankenhaus oder der Arztpraxis, daher gelten diese Masken auch als Medizinprodukt und wurden für den Fremdschutz entwickelt.

Die medizinischen Gesichtsmasken bestehen aus speziellen, mehrlagigen Kunststoffen und beinhalten ein spezielles Filtervlies, eingebettet zwischen zwei Schichten anderen Materials. Sie sind rechteckig mit Faltenwurf und auf der Außenseite meist grün oder blau. Die Innenseite ist weiß. Befestigt werden die OP-Masken mit Ohrschlaufen.

Medizinische Gesichtsmasken schützen vor allem den Gegenüber vor abgegebenen infektiösen Tröpfchen. Bei festem Sitz können sie aber auch den Träger der Maske schützen, auch wenn dies nicht ihre eigentliche Aufgabe ist. Sie bieten dennoch weniger Schutz gegenüber erregerhaltigen Aerosolen als FFP2-Masken.

FFP2-Maske

Partikelfiltrierende Halbmasken, die sogenannten FFP-Masken sind ursprünglich als sogenannte "Staubschutzmasken" aus dem Bereich des Handwerks bekannt. Sie sind weiß, oft kuppelförmig oder faltbar. Sie schützen den Träger der Maske vor Partikeln, Tröpfchen und Aerosolen.

FFP-Masken können unterschiedlich aussehen. Es gibt Masken mit und ohne Ausatemventil. Masken ohne Ausatemventil filtern sowohl die eingeatmete Luft als auch die Ausatemluft über die Maskenfläche und bietet daher sowohl Eigen- als auch Fremdschutz. Masken mit Ventil haben ein wesentlich weniger ausgeprägten Fremdschutz. Ausgeatmete Aerosole werden nicht durch das Filtermaterial abgefangen, sondern lediglich in gewissem Umfang durch das Ventil gebremst und verwirbelt.

Werden sie korrekt aufgesetzt, liegen FFP-Masken dicht am Gesicht an und bieten Fremd- und Eigenschutz.

Wie erkenne ich die OP- und FFP2-Maske?

Sowohl an medizinische Gesichtsmasken, als auch FFP2-Masken werden besondere Ansprüche gestellt. Sie müssen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, um in Europa frei verkauft werden zu dürfen.

Anforderungen an OP-Masken

Medizinische Gesichtsmasken müssen der europäischen Norm EN 14683:2019-10 genügen.

Dafür müssen Hersteller ein erfolgreiches Nachweisverfahren durchführen, um zu belegen, dass ihre Produkte allen gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Erst dann dürfen Hersteller die OP-Masken mit dem CE-Kennzeichen versehen.

Die Kennzeichnung von normgeprüften Masken erfolgt am Masken-Behälter mit dem CE-Zeichen und der Norm-Nummer EN14683:2019 (siehe Bilder).

Medizinprodukte wie auch die Hersteller dieser Produkte unterliegen außerdem der Überwachung durch die zuständigen Behörden.

Anforderung an FFP2-Masken

Bei FFP-Masken wird insbesondere die Filterleistung des Maskenmaterials anhand der europäischen Norm EN 149:2001+A1:2009 mit Aerosolen getestet. FFP2-Masken müssen mindestens 94% der Testaerosole filtern.

Erkennbar sind normgerechte FFP-Masken an dem CE-Kennzeichen und der viertstelligen Kennnummer der benannten Stelle, die auf der Oberfläche der Maske aufgedruckt sind (siehe Bild).

Die 4-stellige Nummer gibt Rückschluss auf die zugelassene Prüfstelle. Diese Nummern können in der sogenannten NANDO-Datenbank auf der Website der EU-Kommission überprüft werden. Daneben steht noch die Nummer und das Jahr der Veröffentlichung der Europäischen Norm.

Neben den FFP2-Masken gibt es noch weitere stark filternde Masken, die eine andere Bezeichnung tragen: KN95- und N95-Masken.Erfüllen diese Masken ebenfalls die Norm, dürfen diese auch verwendet werden. Bezeichnungen wie KN95 oder N95 allein reichen allerdings nicht mehr aus. Auch diese müssen das CE-Kennzeichen haben.

Unterschied zu Stoffmasken

Wo und für wie viel kann ich die Masken kaufen?

Wenn alle Kennzeichen und Zertifizierungen vorliegen, ist es egal, ob die Masken in der Apotheke, in der Drogerie oder im Online-Shop gekauft werden.

Medizinische Masken sind deutlich günstiger in der Anschaffung als FFP2-Masken. Sie sind in Großpackungen für unter 50 Cent das Stück zu haben. FFP2-Masken kosten durchschnittlich zwei Euro das Stück, manche Verkäufer verlangen aber auch fünf oder sechs Euro für eine Maske.

Allerdings ist beim Kauf, vor allem im Online-Shops einiges beachten. Dort werden manchmal Masken angeboten, die auf den ersten Blick als FFP2 bezeichnet werden, aber sowohl Zertifizierungen als auch Normzeichen fehlen. Der Preis ist auch ein Hinweis. Bei besonders preiswerten Masken sollte man aufpassen. Kosten die FFP-Masken weniger als zwei Euro pro Stück, sollten diese besser nicht gekauft werden. Denn ein vollwertiger Schutz kann bei diesen Masken nicht garantiert werden.

Wie viel kosten die Masken?

Auf was sollte man beim Kauf achten?

Wiederverwendbarkeit der Masken

Medizinische Gesichtsmasken sind Einweg-Masken und sollten nur einmal getragen werden.

FFP2-Masken hingegen sollen bis zu 5-Mal wiederverwendbar sein.

Laut einer Studie der Fachhochschule Münster können getragene FFP-Masken bei genau 80 Grad Ober-/Unterhitze für eine Stunde im Backofen getrocknet werden. Die Studie zeigte, dass das Virus unter 70 Grad infektiös bleiben kann. Bei Temperaturen über 105 Grad kann die Filterleistung deutlich beeinträchtigt werden und einzelne Kunststoffe können nicht sichtbare Materialschäden erleiden. Formstabile Masken beginnen sich schon ab 90 Grad zu verformen.

Alternativ soll man die Maske auch für 7 Tage an der Luft trocknen können.

Alle Ergebnisse der Studie können Sie hier nachlesen.

Wie trägt man die Masken korrekt?