Fehleinschätzung der Polizei zum Tod des Asylbewerbers
Die Polizei hat ihre Fehleinschätzung im Fall des getöteten Asylbewerbers von Leubnitz Neuostra im Innenausschuss des Landtags eingeräumt. Das sagte der innenpolitische Sprecher der Grünen Valentin Lippman unserem Sender. Zuvor hatte der Bundestagsabgeordnete Volker Beck eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Strafvereitelung im Amt eingereicht. Demnach sprach die Polizei erst nach der Obduktion von Fremdverschulden. Zudem soll die Spurensicherung laut Beck erst 30 Stunden nach der Tat vor Ort gewesen sein. Am Dienstagmorgen wurde ein 20-Jähriger Asylbewerber auf einem Hof an der Johannes-Paul-Thilman-Straße tot aufgefunden. Der Afrikaner starb an mehreren Messerstichen. Die Wunden in Brust- und Halsbereich wurden laut Staatsanwaltschaft erst bei der Obduktion entdeckt. Unterdessen laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Laut Staatsanwaltschaft werden Anwohner in dem Plattenbaukomplex befragt und mögliche Videoaufnahmen aus Straßenbahnen ausgewertet. Bislange fehle aber noch jede Spur von dem oder den Tätern.