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Fahrradparken auf dem Kaßberg: Viel Geduld, wenig Bügel

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Nicht nur Autofahrer auf dem Kaßberg kennen das Problem: Kein Platz weit und breit. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, findet auch selten eine legale Möglichkeit, das gute Stück sicher abzustellen. Laut einer Anfrage der SPD-Fraktion im Chemnitzer Stadtrat gibt es aktuell genau 44 Fahrradbügel im Stadtteil – das reicht für gerade einmal 88 Räder.

Neue Bügel, alte Probleme

Die Stadt hat reagiert – zumindest auf dem Papier. In einem Konzept, das auf Anfrage von Stadtrat Maik Otto offengelegt wurde, sind 17 neue Standorte für zusätzliche Fahrradständer vorgesehen. Die sollen vor allem dort entstehen, wo viele Menschen unterwegs sind: vor Restaurants, Läden, öffentlichen Einrichtungen – oder da, wo wildes Parken ohnehin schon Probleme verursacht.

Umsetzung in Zeitlupe

Wer jetzt aber schon die Luftpumpe zückt und sich freut, wird ausgebremst. Denn die neuen Fahrradstellplätze kommen nicht sofort. Die Stadt spricht von einem Zeitraum von zwei bis fünf Jahren. Jeder einzelne Standort muss zunächst auf bauliche Machbarkeit geprüft werden. Es geht um Platz, Denkmalschutz, Barrierefreiheit – und natürlich Geld.

Kein Vorrang für den Kaßberg

Klar ist: Nicht nur auf dem Kaßberg fehlt es an Fahrradstellplätzen. Deshalb kann die Verwaltung nicht alle Wünsche sofort erfüllen. Auch in anderen Stadtteilen gibt es Anfragen. Die Stadt betont aber, dass das Fahrradparken grundsätzlich bei allen Sanierungs- und Neubauprojekten mitgedacht wird – etwa an der Horst-Menzel-Straße, wo kürzlich zehn neue Bügel aufgestellt wurden.