Fahrkartenautomaten gesprengt – fast 100 000 Euro Schaden

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Ein 37-Jähriger ist am Montag vom Amtsgericht Dresden unter anderem wegen Herbeiführens von vier Sprengstoffexplosionen und Diebstahls zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte zuvor gestanden, vier Fahrkartenautomaten mit illegalen Böllern gesprengt zu haben.

Ziel seien die zwei bis drei Geldkassetten gewesen. «Wenig glücklos», nannte der Richter die Aktionen. Erbeutet wurden gerade einmal 600 Euro - demgegenüber steht ein Sachschaden von knapp 100 000 Euro. Der 37-Jährige soll zwischen Dezember 2018 und Ende März 2019 für die Sprengung von vier Fahrkartenautomaten - unter anderem am Hauptbahnhof Riesa und in Heidenau - mit zwei Komplizen unterwegs gewesen sein. Diese wurden noch vor dem 37-Jährigen gefasst und hatten diesen belastet.

Derzeit ist noch offen, wann die Prozesse gegen die mutmaßlichen Mittäter beginnen. Nachdem der Angeklagte und seine Komplizen verhaftet wurden, seien in der Region deutlich weniger Fahrkartenautomaten in die Luft gesprengt worden, sagte der Staatsanwalt im Prozess.