Erneut Polizeieinsatz an der Reitbahnstraße
Am Alternativen Wohnprojekt an der Reitbahnstraße hat es erneut einen Großeinsatz der Polizei gegeben. Aus dem Fenster des Gebäudes hatten Unbekannte gestern Farbe auf die Straße gekippt. Der Schwall traf ein Auto, das an der Ampel stand. Die alarmierte Polizei stürmte daraufin mit 25 Beamten das Haus und nahm die Personalien von insgesamt 30 Personen auf. Ob sich darunter die Täter befinden, ist noch unklar. Man ermittele wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, sagte uns ein Sprecher. Das Wohnprojekt übte scharfe Kritik an dem Polizeieinsatz: die teilweise vermummten Beamten seien gewaltsam mit Rammbock und Brecheisen in das Haus eingedrungen. Dabei sei es zu massiven Sachbeschädigungen gekommen. Eine Haustür zur Straße wurde von innen zerstört. Beide Eingangstüren mussten von der GGG notdürftig repariert werden. Die Beamten brachen im Haus Türen zu Toiletten und Abstellkammern auf. Weiterhin wurde Vereinseigentum beschädigt. "Dass Polizeibeamte ins Wohnhaus wollten, wurde erst klar, als die Tür aufgebrochen wurde. Man hätte einfach klingeln können. Eine Aufforderung, die Tür zu öffnen gab es vorher nicht." sagte ein Sprecher der Wohnprojektes. Die Polizei will die Vorwürfe prüfen.