Entsorgungsbetrieb legt Regenwasserbecken auf Eis
Das unterirdische Regenwassersammelbecken an der Brückenstraße wird später gebaut als geplant und auch deutlich teurer. Das hat der städtische Entsorgungsbetrieb auf Nachfrage bestätigt. Eigentlich sollte schon 2016 gebaut werden. Der Stadtrat hatte im März 2015 das Millionen-Projekt abgesegnet, nachdem es lange Streit um den innerstädtischen Standort gegeben hatte. Die intensiven Planungen mit der Stadtverwaltung dauern nach Angaben des Entsorgungsbetriebes aber noch an, deshalb könne man auch keinen neuen Termin für einen Baustart nennen. Der Standort an der Brückenstraße sei sehr sensibel, so eine Sprecherin. Die für das Projekt anvisierten Kosten von 16 Millionen Euro seien ebenfalls nicht mehr zu halten. Diese Entwicklung werde sich auch im Wirtschaftsplan des städtischen Unternehmens niederschlagen. Die Folge für die Chemnitzer könnten höhere Abwassergebühren sein. Auch dringend nötige Investitionen in das marode Chemnitzer Kanalnetz bleiben dann vermutlich auf der Strecke. Das unterirdische Regenwassersammelbecken soll den Chemnitz-Fluss vor Schmutzwasser schützen und fast so groß wie ein Fußballfeld werden. Die Anlage soll ein Volumen von 4.000 Kubikmeter haben und bis zu fünf Meter unter der Erde liegen. Oben sollen Parkplätze und Grünanlagen entstehen.