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Entführung in Mülsen bei Zwickau frei erfunden

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Ein halbes Jahr nach der vermeintlichenEntführung eines Kindes in Mülsen bei Zwickau kommt heraus: die Geschichte war frei erfunden. Das vermeintliche Opfer, eine 13-Jährige, hat sich alles nur ausgedacht, teilte die Zwickauer Staatsanwaltschaft mit. Im Laufe der Ermittlungen seien Zweifel gekommen. Das Mädchen will sich zu der erfundenen Entführung nicht äußern.

Was damals passiert sein soll: Ein Unbekannter hatte die 13-Jährige angeblich auf der St. Jacober Straße gepackt und in einen Transporter gezerrt. Nach einigen Minuten Fahrt soll der Mann den Kleintransporter auf einem Feld in der Nähe der Alberthöhe gestoppt haben. Dort holte er die 13-Jährige aus dem Transporter. Daraufhin gelang es dem Mädchen, sich mit Schlagen und Treten loszureißen und zu flüchten.

Der Fall im April sorgte für reichlich Aufruhr: nach erfundenen Täterbeschreibungen und einem ausgedachten Phantombild gingen sogar 160 Hinweise bei der Polizei ein. Obwohl es in Wahrheit gar keinen Täter gab. Ob es strafrechtliche Konsequenzen für die 13-Jährige gibt, steht noch nicht fest.