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Energieversorger verabschiedet sich von Braunkohle

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Der Chemnitzer Energieversorger "eins" will bis 2029 komplett aus der Braunkohle aussteigen. Stattdessen investiert das Unternehmen in zwei neue Blockheizkraftwerke, die Wärme und Strom mit Erdgas erzeugen. Die Kraftwerke sollen an den bisherigen Standorten am Dammweg und an der Annaberger Straße in Altchemnitz gebaut werden. Im Gewerbegebiet an der A72 ist außerdem ein Holz-Heizkraftwerk für die Wärmeversorgung im Chemnitzer Westen geplant.

Mit dem neuen Energiekonzept will "eins" den C02-Ausstoß in den nächsten Jahren um bis zu 60 Prozent senken. 200 Millionen Euro werden dazu zunächst bis 2022 investiert, bis 2029 sollen noch einmal 200 Millionen Euro dazukommen. "eins" setzt dafür Eigenkapital ein, den Großteil will das Unternehmen aber über Kredite finanzieren.

Für die Kunden sollen das neue Energiekonzept und der Braunkohleausstieg keine negativen Auswirkungen haben. Die Preise werden auf ähnlichem Niveau bleiben wie heute, sagte uns eins-Geschäftsführer Roland Warner.

Das alte Braunkohle-Kraftwerk Chemnitz-Nord soll spätestens 2029 stillgelegt werden. Der bunte Schornstein bleibt dann trotzdem stehen. Es gebe derzeit keinen Anlass, über einen Abriss nachzudenken, so Warner.