Endspurt im neuen Archäologiemuseum
Das Landesarchäologiemuseum im ehemaligen Schocken-Kaufhaus wird eines der modernsten Museen in Deutschland. Mehr als 13 Millionen Euro hat der Freitstaat in die Ausstellungsräume investiert - feierliche Eröffnung ist am 15. Mai. Das Museum zeigt 300.000 Jahre Menschheitsgeschichte zum Anfassen. Absolutes Highlight ist ein schwebendes Landschaftsmodell, das zwischen den Etagen auf und ab fährt. Dort werden zum Beispiel die Eiszeit oder die Besiedlung in Sachsen simuliert.Das Datum für die Eröffnung wurde bewusst gewählt. Damit soll an die Eröffnung des Kaufhauses am 15. Mai 1930 erinnert werden. Das nach Plänen von Erich Mendelsohn (1887-1953) errichtete Haus gilt als eine wichtige Architekturleistung der damaligen Zeit. In dem neuen Landesmuseum sollen auf rund 3.000 Quadratmetern mehr als 6.000 Exponate Platz finden. Dabei werden 300.000 Jahre Geschichte im Gebiet des jetzigen Sachsens dargestellt. Von der Eiszeit und dem Auftauchen der Neandertaler, den frühen Jägern und Sammlern führt die Zeitreise über die Periode der festen Besiedlung, die Völkerwanderungszeit bis ins Mittelalter. Auch der Beginn der Industrialisierung der Region Mitte des 19. Jahrhunderts wird thematisiert.