Einzelhandel sendet Alarmsignal an die Politik

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In ganz Deutschland wurden am Montagabend Geschäfte und Shopping- Center rot angestrahlt und beleuchtet. In Chemnitz beteiligte sich unter anderem die Sachsen-Allee an der Lichtaktion. Damit wollen die Händler ein Zeichen setzen und auf ihre dramatische Situation hinweisen. Das Land blutet aus, der Lockdown gefährdet zahlreiche Geschäfte in ihrer Existenz, so die Initiatoren.

Die Industrie- und Handelskammern haben Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) aufgefordert, sich für eine komplette Öffnung des Einzelhandels ab dem 15. März einzusetzen. Dies sei notwendig, um Wettbewerbs- und Standortnachteile zu beenden, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der sächsischen Kammern vom Dienstag.

In allen an Sachsen angrenzenden Bundesländern gäbe es jetzt oder bald bereits Lockerungen für Händler - trotz teilweise höherer Inzidenzwerte. Die Kammern begründen ihre Forderung zum einen damit, dass mittlerweile mehrere Gutachten dem stationären Einzelhandel ein geringes Infektionsrisiko bescheinigten. Selbst im Lebensmitteleinzelhandel, der in allen Lockdown-Phasen geöffnet hatte, und in dem deutschlandweit täglich etwa 40 Millionen Einkäufe stattfänden, sei die Infektionshäufigkeit nachweislich unauffällig geblieben.