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Einsiedel protestiert weiter gegen geplantes Asylheim

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Der Ortschaftsrat von Einsiedel fordert einen ausführ­li­chen Einblick in das Sicher­heits­kon­zept der geplanten Erstauf­nahme. Außerdem wollen die Räte schrift­liche Zusagen, wie die einzelnen Gebäude im ehema­ligen Pionier­lager genutzt werden sollen. Nur so könne verloren gegan­genes Vertrauen wieder herge­stellt werden, heißt es in einer Erklä­rung. Dem Ortschaftrat ist es völlig unver­ständ­lich, warum das Gelände nicht wie bisher als Schule mit Internat weiter­ge­nutzt wird. Für eine erfolg­reiche Integra­tion brauche man eine Ausbil­dung in deutscher Sprache, eine beruf­liche Weiter­bil­dung und die Vermitt­lung der Werte unser Gesell­schaft und des Grund­ge­setztes. Genau dafür sei der Standort bestens geeignet. Der Ortschaftsrat verwahrt sich in seiner Mittei­lung auch gegen fremden­feind­liche Ansichten. In Einsiedel seien seit Jahren Studenten aus vielen Ländern Europas, Afrikas und Asiens herzlich willkommen. Unter­dessen wird auch inner­halb der CDU der Ton schärfer. Die Landtags­ab­ge­ord­nete Saborowski-Richter nannte es eine Schande, dass auf der Anwoh­ner­ver­samm­lung am Mittwoch kein Minister erschienen war. Die Landes­di­rek­tion habe auf die einfachsten Fragen keine klaren Antworten geben können, ergänzt der Frakti­ons­vor­sit­zende der CDU-Ratsfrak­tion Tino Fritz­sche. "Man hätte doch klar und deutlich sagen können, dass eine Unter­brin­gung von Flücht­lingen erst dann erfolgen kann und wird, wenn die Bauge­neh­mi­gung erteilt worden ist" wettert Fritz­sche. Auch die Frage nach der Gesamt­zahl der unter­zu­brin­genden Menschen sei unbeant­wortet geblieben und nicht zuletzt wurden Alter­na­tiv­vor­schläge der Anwohner zur Nutzung des ehema­ligen Pionier­la­gers für Flücht­lings­kinder noch nicht einmal disku­tiert.